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ChatGPT, Claude, Gemini. Schreibt Stück für Stück, ein Wortteil nach dem anderen.
KI-WerkstattWissensacker
Station 1 / 3 · Tokenizer
Ein Sprachmodell liest weder einzelne Buchstaben noch immer ganze Wörter. Es arbeitet mit Bausteinen aus einem festen Vokabular, und Wörter dürfen dabei in Stücke zerfallen. Gleiche Stücke tauchen in vielen Wörtern wieder auf. Tippe etwas ein und sieh, wie der Text zerschnitten wird.
Vereinfachtes Demo-Vokabular mit ein paar hundert Einträgen. Echte Modelle haben über 100.000 Tokens. Unterstrichene Stücke kommen im Text mehrfach vor: Das Modell lernt sie nur einmal und baut daraus viele Wörter. Orange markierte Stücke fehlen im Vokabular und werden Zeichen für Zeichen abgelegt.
Station 2 / 3 · LLM
Links: fast immer das Wahrscheinlichste. Rechts: mutiger, auch Unsinn wird möglich.
passende FortsetzungUnsinn
Station 3 / 3 · Zwei Arten von KI
ChatGPT, Claude, Gemini. Schreibt Stück für Stück, ein Wortteil nach dem anderen.
Startet mit reinem Rauschen und entrauscht Schritt für Schritt.
HeuteEin LLM kann ein Bildmodell einfach als Werkzeug aufrufen. In diesem Video geht es um LLMs.
Ein Chat gibt eine Antwort. Ein Agent arbeitet in einer Schleife, bis die Aufgabe erledigt ist: denken, handeln, Ergebnis ansehen, weiterdenken.
Aufgabe„Wenn es morgen in Linz regnet, verschiebe meinen Feldtag auf Donnerstag und sag dem Team Bescheid.“
Wichtig für die Praxis: Bevor ein Agent etwas Unumkehrbares tut, etwa eine Nachricht verschickt, sollte ein Mensch zustimmen. Im Protokoll heißt dieser Schritt „Freigabe“.
Ein Modell kann mit Buchstaben nichts anfangen. Es braucht Zahlen. Deshalb bekommt jedes Wort eine Position auf einer Karte, und diese Position beschreibt seine Bedeutung.
AusprobierenKlicke ein Wort auf der Karte an. Die gestrichelten Linien führen zu seinen vier nächsten Nachbarn. Beim „Traktor“ siehst du, dass er zwischen Landwirtschaft und Fahrzeugen liegt.
Diese Zahlen sind die „Adresse“ des Wortes auf der Karte. Das Modell vergleicht Wörter, indem es ihre Zahlen vergleicht.
Die Achsen haben keine feste Bedeutung: „rechts“ heißt nicht „technischer“. Wichtig sind nur die Abstände zwischen den Punkten. Hier hat jedes Wort bloß zwei Zahlen, echte Modelle nutzen mehrere hundert bis tausend. Die Idee bleibt dieselbe. Die Positionen dieser Karte sind von Hand gesetzt.
Alles, was links aus dem Fenster fällt, ist für das Modell nicht mehr da. Verändere die Fenstergröße und stelle am Ende des Gesprächs eine Frage zum Anfang.
Vereinfacht: Ein Wort zählt hier als ein Token. Je nach Modell fasst ein Kontextfenster einige Zehntausend bis über eine Million Tokens. Ist ein Gespräch länger, gehen Details vom Anfang verloren oder werden vom System zusammengefasst.
Beim Training wird in Texten ein Wort abgedeckt. Das Modell rät, sieht die Lösung und wird ein kleines Stück besser. Das passiert unzählige Male.
Je höher die Kurve, desto öfter lag das Modell daneben. Echte Modelle trainieren auf riesigen Textmengen und mit Milliarden Zahlen, die dabei angepasst werden. Hier sind es fünf Sätze und eine einzige Stellschraube.
Stell dir vor, ein Modell soll bei Stempeln, Belegen oder Unterschriften erkennen, ob sie echt oder gefälscht sind. Dafür misst man zwei Eigenschaften und gibt dem Modell Beispiele, bei denen die richtige Antwort schon bekannt ist.
AusprobierenFahre zuerst bei den ausgewogenen Daten mit der Maus übers Feld. Setze dann eigene Beispiele, mit den Schaltern wählst du echt oder falsch. Lade zum Schluss die einseitigen Daten und sieh, was mit dem Hintergrund passiert.
echtes Beispielfalsches BeispielHintergrund: Tipp des Modells
Merksatz: Ein Modell kennt nur, was in seinen Beispielen steckt. Gibt es kaum falsche Beispiele, hält es fast alles für echt. Gute Ergebnisse brauchen gute und ausgewogene Daten. Echte Systeme messen nicht zwei, sondern viele Eigenschaften und nutzen oft andere Verfahren als diese Abstimmung. Das Prinzip bleibt gleich: lernen aus bekannten Beispielen, dann neue Fälle einschätzen.
Dasselbe Modell, dieselbe Aufgabe. Schalte Bausteine zu und sieh, wie die Antwort genauer wird.
Die Antworten sind vorbereitete Beispiele und werden nicht live erzeugt. Echte Modelle formulieren jedes Mal etwas anders, aber der Effekt der Bausteine ist derselbe.
Ein Sprachmodell würfelt, was plausibel klingt (Station 2). Entscheide bei jeder Aussage, ob sie stimmt oder erfunden ist.
Zuerst wird in den Dokumenten gesucht. Dann bekommt das Modell die Fundstellen zusammen mit der Frage. Stelle eine Frage oder wähle ein Beispiel.
Die Suche zählt hier übereinstimmende Wortanfänge. Echte Systeme vergleichen Bedeutungen mit einer Landkarte wie in Station 5. Ein Modell würde aus der Fundstelle einen eigenen Satz formulieren, die Demo zeigt die Fundstelle selbst.
Ordne zehn Beispiele ein. Grün, gelb oder rot, je nachdem, wie sensibel die Information ist.
Das ist eine Faustregel zur Orientierung und keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die Regeln deiner Organisation und die DSGVO.